Archive for June, 2005

Just learn to be silent

June 30, 2005

There are moments when you suddenly feel an expansion of consciousness. It may be listening to great music, to great poetry, or seeing a great painting, or just meditating, sitting silently, doing nothing.
Nobody can surpass Basho — no poet in the whole world, in any language — when he says, “Sitting silently, doing nothing, the spring comes and the grass grows by itself.”
Just learn to be silent, not a single ripple in your consciousness, and you are a buddha. This small barrier of language is the only barrier. Otherwise, everybody is a buddha. Hence it is very simple to be a buddha.
One day, seeing that the barrier is only language, the taoist drops it. And if spring comes for Basho, it comes for the man of tao too. If the grass grows by itself, then why bother? The taoist simply settles in his taohood.
There is no need to make any effort; all efforts are to destroy efforts, to tire you, to bring you to a moment when you completely drop dead, tired — “Enough of it!” That is the moment when a new life source, a new starry night, new roses start blossoming around you.
Soseki wrote:
ALL WORRIES AND TROUBLES
HAVE GONE FROM MY BREAST,
AND I PLAY JOYFULLY
FAR FROM THE WORLD.
FOR A PERSON OF ZEN,
NO LIMITS EXIST.
THE BLUE SKY MUST FEEL
ASHAMED TO BE SO SMALL.

Only a man of Zen, only a man of enlightenment can say that.
THE BLUE SKY MUST FEEL ASHAMED TO BE SO SMALL.
Your consciousness becomes so vast, and in that vastness, in that oceanicness, who cares about trivia, whether your tie is tied rightly or wrongly? Who cares about small things? And all our worries are about small things. You have never worried about anything great. Just look back and you will not find a single thing about which you can say, “It was great that I worried about it” — just very small things.

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Tao Te King

June 7, 2005

Die fünferlei Farben machen der Menschen Augen blind.

Die fünferlei Töne machen der Menschen Ohren taub.

Die fünferlei Würzen machen der Menschen Gaumen schal.

Rennen und Jagen machen der Menschen Herzen toll.

Seltene Güter machen der Menschen Wandel wirr.

Darum wirkt der Berufene für den Leib und nicht fürs Auge.

Er enfernt das andere und nimmt dieses.

Himmel und Erde sind nicht gütig.

Ihnen sind die Menschen wie stroherne Opferhunde.

Der Berufene ist nicht gütig.

Ihm sind die Menschen wie stroherne Opferhunde.

Der Zwischenraum zwischen Himmel und Erde

ist wie eine Flöte,

leer und fällt doch nicht zusammen;

bewegt kommt immer mehr daraus hervor.

Aber viele Worte erschöpfen sich daran.

Besser ist es, das Innere zu bewahren.

Daoismus

June 1, 2005

Der Daoismus (chin. dàojiào = Lehre des Weges), auf Deutsch auch: Taoismus, ist eine chinesische Philosophie und Religion und wird als Chinas eigene und authentisch chinesische Religion angesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jh. v. Chr., als das Daodejing (in älteren Umschriften: Tao te king, Tao te ching …) des Laozi (Laotse, Lao-tzu) entstand.
Neben Konfuzianismus und Buddhismus ist der Daoismus eine der “Drei Lehren”, die China maßgeblich prägten. Trotz zum Teil sehr unterschiedlicher Auffassungen konnten sie im chinesischen Geistesleben zu einer Tradition verschmelzen. Sie werden deshalb auch unter dem Begriff “Chinesischer Universismus” zusammengefasst. Auch über China hinaus haben die “Drei Lehren” wesentlichen Einfluss auf Religion und Geisteswelt der Menschen ausgeübt.
In China beeinflusste der Daoismus die Kultur in den Bereichen der Politik, Wirtschaft, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Medizin, Ernährungskunde, Chemie, Kampfkunst und Geographie.
Aufgrund der verschiedenen Ausprägungsformen und der unklaren Abgrenzung zu anderen Religionen ist die genaue Anzahl der Anhänger des Daoismus nur schwierig zu erfassen. Besonders viele Daoisten leben heute in Taiwan.
Entstehung
Wann genau die daoistische Lehre entstanden ist, bleibt unklar. Die daoistische Lehre greift viel Gedankengut auf, das in China zur Zeit der Zhou-Dynastie (1040-256 v. Chr.) weit verbreitet war. Dazu gehören die kosmologischen Vorstellungen von Himmel und Erde, die Fünf Wandlungsphasen, die Lehre vom Qi (Energie),Yin und Yang und das Yi jing (I Ging), aber auch die Tradition der Körper- und Geisteskultivierung, die mit Atemkontrolle und anderen Techniken wie Taiji und Qigong, Meditation, Visualisation und Imagination, Alchemie und magischen Techniken Unsterblichkeit erreichen wollte. Die Suche nach Unsterblichkeit geht wahrscheinlich auf sehr alte Glaubensinhalte zurück, denn im Zhuangzi, einem daoistischen Klassiker aus dem 4. Jh. v. Chr. werden bereits die Xian erwähnt, die Unsterblichen, deren wichtigste der gelbe Kaiser, Huang Di, und die Königinmutter des Westens, Xiwangmu, sind, Gestalten, die schon in der Shang-Zeit im 2. Jahrtausend v.Chr. nachzuweisen sind.